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Die TSG-Damen ringen Viernheim in einem spannenden Spiel mit 31:29 Toren nieder und feiern den vierten Sieg in Folge!

Fazit von TSG-Coach Gerbershagen zum Heimerfolg über Viernheim: „Ich bin heilfroh, dass wir dieses Spiel am Ende gewinnen konnten. Dieses auf und ab meiner Mädels in diesem Spiel, macht dich auf der Bank wahnsinnig. Aber meine Mentalitätsmonster wollten den Sieg unbedingt. Zwar waren wir am Ende mit Fortuna im Bunde, aber wie heißt es so schön, das Glück belohnt immer die Tüchtigen. Nach dem völlig misslungenen Saisonstart mit 3 Niederlagen am Stück, hat sich das Team so langsam gefunden und ist auf dem Weg aus dem Schlamassel heraus. Die Konstanz über 60 Minuten gut zu spielen und das was sich die Trainercrew im Spiel vorstellt, fehlt uns immer noch, da ist in allen Mannschaftsteilen weiterhin noch jede Menge Luft nach oben. Wir wollen uns bis zur Winterpause in den nächsten zwei Spielen weiter verbessern und optimieren, um das Handballjahr 2019 mit einem guten Gefühl und zwei Siegen zu beenden, nach dem Motto: „Auf das, was da noch kommt….!“

Zum Spiel: Man wusste, die Partie gegen Viernheim wird ein echter Gradmesser und man hatte sich auf brezelharte 60 Minuten Abnutzungskampf, wo vielleicht am Ende Winzigkeiten entscheiden, eingestellt. Desaströser Start der Gerbershagen Schützlinge in diese Partie gegen Viernheim. Nach 5 Minuten lag man schon mit 5:1 Toren zurück. Vorne vier Mal frei vor der Hütte und daneben, in der Abwehr Tag der offenen Tür und Viernheim ballerte jeden Wurf ins Tor. Da brodelt der Vulkan auf der TSG-Bank schon und Auszeit war angesagt. Kurze Justierung des Teams und fortan wurde es besser. Die zunächst offene Abwehrformation von Viernheim hatte den TSG-Ladys einige Probleme bereitet. Nach der Auszeit nutzte man die sich bietenden Abwehrlücken der Gäste konsequenter aus und netzte nun auch konzentrierter ein. Auch in der Abwehr nahmen die Einheimischen nun endlich ihre Arbeit auf. Voran ging in dieser Phase Torhüterin K. Fiala, die mit ihren Paraden die Abwehr mit zog, und so stand es nach 15 Minuten plötzlich 7:5 für die TSG.

Nun endlich lief der Motor der TSG. Bis zur Pause kontrollierten die Gastgeber das Spielgeschehen und führten mit einem sicheren Polster von 15:9 Toren. In der Pausenansprache wurde dringlich darauf hingewiesen, die Messe ist noch nicht gelesen und das Team muss weiter auf dem Gaspedal bleiben, um die Punkte am Ende eintüten zu können.

Die Warnung war nicht umsonst! Zunächst Wiesloch weiterhin Chef im Ring. Bis zur 37 Minute und einer sicheren 20:14 Führung hätte man nicht vermuten können, dass sich noch was ändert, Wiesloch hatte das Geschehen weitgehend im Griff. Aber dann plötzlich völlig unnötige zwei Minuten gegen C. Klevenz bei der TSG, gleich darauf folgte F. Rudolph auch noch auf die Sünderbank. Das war das Signal für Viernheim zur Attacke. Im gleichen Stil wie Viernheim aufbaute, machte sich bei der TSG die Verunsicherung breit. Viernheim nutzte die Unterzahl und verkürzte auf 21:18 Toren und der TSG ging die Linie völlig verloren. Im Angriff wurden keine klaren Ansagen mehr gemacht und die Bälle unkonzentriert in Richtung Viernheimer Tor geworfen. Leichte Beute für die gute Gästetorhüterin und in der TSG-Abwehr klafften nun große Lücken, die der Gast gnadenlos zu nutzen wusste. Nach dem Doppelpack der Viernheimerin J. Fischer zum 24:22, kam in der 47. Minute die fällige Auszeit der TSG. Es wurden noch einmal wichtige Dinge angesprochen, die es nun in der anstehenden Prime-Time des Spieles zu verinnerlichen galt.

Nach der Auszeit legte Wiesloch gleich zwei Treffer nach und führte wieder mit 26:22 Toren. Es waren aber immer noch neun Minuten zu spielen. Als Viernheim in der 52. Minute eine 2-Minuten-Strafe kassierte, schien das Pendel in Richtung Wiesloch zu schlagen. Doch Viernheim war nicht klein zu bekommen. Das Team von Stefanie Dietrich kämpfte bravourös. Viernheim bekam dann in der 56. Minute durch die 2-Minuten-Strafe von H. Lies  bei der TSG Wiesloch noch einmal einen Türöffner präsentiert. Die Dramatik der Partie spitzte sich nun zu. Viernheim nun auf der Überholspur und Wiesloch hielt dagegen, was der Akku noch hergab. Auf 29:28 verkürzte Viernheim mit einem Doppelpack drei Minuten vor dem Ende.

F. Kuhn antwortete mit dem 30:28 für Wiesloch. Viernheim danach mit der Möglichkeit, im nächsten Angriff per Siebenmeter noch einmal zu verkürzen. Doch da kam dann Amicitia-Euphoriebremse Torhüterin N. Kraus im TSG-Kasten ins Spiel. Grandios die Siebenmeterparade und auch den Nachschuss parierte Sie mit einem tollen Reflex. Wiesloch hatte in Minute 58 die Chance, die Partie zu entscheiden. Jedoch vergab man frei vor dem Viernheimer Kasten und die Gäste im Ballbesitz nahmen die Auszeit. Die Uhr zeigte 58:04, im TSG-Lager wurden noch einmal die letzten Instruktionen ausgegeben, um den Sieg dingfest zu machen. Der TSG Abwehrverband kämpfte nun um jeden Hallenmillimeter und wehrte sich verbissen gegen die Viernheimer Angriffsbemühungen. 20 Sekunden vor dem Ende wurden diese Bemühungen zum Anschlusstreffer dem 30:29 aber belohnt. Die Spannung nun kaum noch auszuhalten. Die letzten 20 Sekunden waren nun angebrochen und sechs Sekunden vor dem Ende gab es dann Siebenmeter für die TSG. Youngster F. Kuhn nahm sich die Kugel und verwandelte im Stile eines Eisberges zum vielumjubelten 31:29 Siegtreffer. Die Mentalitätsmonster hatten es geschafft – trotz vieler Höhen und Tiefen – in dieser spannenden Parte eine Top-Mannschaft der Badenliga zu besiegen. Ein Sieg, der deutlich für die Charakterstärke der Gerbershagen-Schützlinge spricht und ein Erfolg, der weiter das Selbstvertrauen der Truppe festigen wird. Nun gilt es am kommenden Sonntag in Königshofen diesen Sieg mit einer weiteren Leistungssteigerung und mit noch mehr Willenskraft zu bestätigen!

Liebe Handballfans, am kommenden Sonntag den 24.11. steht der Auswärtstrip in das schöne Taubertal gegen Königshofen auf dem Programm. Anwurf in der Tauber-Franken-Sporthalle ist um 16:15 Uhr. Die TSG-Ladys würden sich auch bei diesem Auswärtsspiel über eine Fangemeinde freuen, die auf der Tribüne lautstark unterstützt. Keine leichte Aufgabe für die TSG-Damen, aber mit einem Sieg schleicht man sich so langsam still und leise an die Spitzengruppe der Badenliga heran.

Es spielten: K. Fiala, N. Kraus, S. Blum, C. Klevenz (5), H. Lies (3), H. Schupp (4), L. Rothermel, F. Rudolph, J. Sauter (6/1), L. Baumgärtner (2), L. Blum, H. Reichenbach, A. Frick (6), F. Kuhn (5/4).

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