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TSG Damen nehmen Hürde Viernheim mit einem wichtigen 27:23 Auswärtserfolg!

 

Fazit von Coach Frank Gerbershagen: Meine Team hat heute in einem wahren Abnutzungskampf mit Höhen und Tiefen eine wichtige Partie in Viernheim am Ende auch verdient gewonnen. Der Wille und die Kampfbereitschaft waren heute bis zum Ende vorhanden. Genau diese fehlten uns in der letzten Woche in der Crunchtime gegen Nussloch. Phasenweise standen wir in der Deckung sehr stabil und lösten die Aufgabe im Angriff auch über weite Strecken der Partie ganz gut. Obwohl A. Frick über 60 Minuten in Manndeckung genommen wurde und einen der angenehmsten Jobs an diesem Abend im Angriff hatte. Aber dann, immer wenn du meinst es läuft, folgen diese krassen Schwächephasen in unserem Spiel. Diese bringen uns immer wieder in völlig unnötige Bedrängnis. Fahrlässige Chancenauswertung, Risikoabspiele, die dem Gegner direkt ohne Not in die Hände gespielt werden. Hinzu kommen dann in der Deckung immer wieder Phasen, wo man einfach zu passiv und sorglos gegen einen Schützen agiert und die Vorgaben, die vor dem Spiel ausgegeben werden, nicht befolgt werden. An diesen Punkten müssen wir arbeiten, damit dies konstant über 60 Minuten vermieden wird. Ich bin sehr froh, dass mein Team sich so zurückgemeldet hat. Ich habe diese Reaktion gefordert und die Mädels haben mich nicht enttäuscht. Einige Spielerinnen hängen im Moment noch etwas ihrer Form aus der Vorbereitung hinterher, aber auch das werden wir versuchen wieder zu verbessern. Und kommt dann unsere ganze Invalidentruppe wieder zurück, haben wir noch mehr Möglichkeiten und Optionen im Spiel, die uns für jeden Gegner noch unberechenbarer machen werden.“

Zum Spiel: Jedem war vor dieser Begegnung klar, mit einer weiteren Niederlage orientiert man sich für längere Zeit nach unten in der Tabelle. Die TSG weiter ohne Stammpersonal und somit wieder auf Improvisation in verschiedenen Mannschaftsteilen angewiesen. Doch die TSG-Mädels von Beginn an gewillt den Kampf in dieser so wichtigen Partie anzunehmen. Sofort hatte man in der Abwehr guten Zugriff gegen die Viernheimer Rückraumspieler, unterstützt durch wieder eine gut aufgelegte K. Fiala im Tor, die der Deckung zusätzliche Sicherheit gab. Im Angriff wurde Shooterin A. Frick von der ersten Minute in Manndeckung genommen. Aber das spielte der TSG so natürlich super in die Karten. Ein gefundenes Fressen für die quirligen TSG-Angreiferinnen, die große Lücken im Viernheimer Deckungsverband vorfanden und dadurch immer wieder zu Torerfolgen kamen.

Nach dem 5:1 in der 10. Minute, war aus Sicht der TSG alles TOP. Danach lies man leider sowohl in der Abwehr als auch im Angriff die Zügel etwas schleifen und die Konsequenz ging verloren. Durch leichte Passfehler spielte man den Gegner oft selbst an und leitete deren Konter ein, doch K. Fiala hielt im Tor so gut es ging dagegen und vereitelte nicht nur Siebenmeter, sondern hielt auch noch den einen oder anderen gegnerischen Konter. Dennoch verlor die TSG etwas die Spielkontrolle, und nach 12 Minuten stand es nur noch 5:6. Der schöne Vorsprung, alles verspielt.

Doch die TSG schüttelte sich kurz und kämpfte sich wieder zurück in die Partie. Kaum dass man sich wieder richtig auf das Spiel fokussierte, klappten die Abläufe wieder und man zog mit fünf Toren in Folge auf 12:7 davon. Bis zur Pause beherrschte man den Gegner und führte zur Halbzeit beruhigend mit 15:10 Toren. Coach Gerbershagen schwor seine Truppe in der Kabinenansprache noch einmal richtig für Durchgang zwei ein, zeigte kurz noch einmal auf, worauf das Hauptaugenmerk für die zweite Halbzeit lag.

S. Blum, die im Dress der TSG eines ihrer stärksten Spiele ablieferte, erzielte das 18:11 nach 37 Minuten, anschließend in der 40. Minute sogar noch das 19:11 durch G. Kerner. Alles schien die TSG unter Kontrolle zu haben. Es waren noch 20 Minuten zu gehen, als sich jedoch die Duplizität der Ereignisse aus Durchgang eins zeigte. Wieder nahmen sich die Gerbershagen-Schützlinge eine Phase der Unkonzentriert- und Leichtsinnigkeit. Viernheim nahm die Einladung dankend an und verkürzte Tor um Tor. 10 Minuten vor dem Ende stand es nur noch 21:17 für die TSG. Crunchtime in Viernheim. Die Frage, die sich stellte: Hält das Nervenkostüm der TSG Mädels und bringen Sie den Sieg ins Ziel? Die Nerven hielten mit unbändigen Willen, dieses Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. In der Abwehr rackerten Sie und vorne spielte man geduldig, bis sich die Lücke bot, und netzte ein. 24:18 für die TSG, noch acht Minuten zu gehen. Würde dies reichen?

Die Partie hätte schon entschieden sein müssen, hätte man vorher einige klarster Torchancen mehr noch im Viernheimer Tor untergebracht. Auszeit Viernheim. Nach der Auszeit mobilisierte Viernheim noch einmal alles an Kräften und stemmte sich gegen die zweite Niederlage in Folge. Mit drei Treffern in Folge verkürzte Viernheim in der 58. Minute noch einmal auf 26:23, doch A. Frick erlöste dann die TSG-Gemeinde mit ihrem Treffer zum 27:23 kurz vor dem Ende. Große Erleichterung im Lager der TSG-Mädels nach dem Schlusspfiff. Ein ganz wichtiger Sieg für das Selbstvertrauen und ein kleine Wiedergutmachen für die Niederlage gegen Nußloch.

Am kommenden Wochenende kommt es gleich zur nächsten TOP-Partie der noch jungen Saison für die TSG. Die punktgleiche SG Heddesheim ist in der Stadionhalle zu Gast. Ein spannende Partie ist zu erwarten und für die Fans ein Grund mehr für einen Besuch der TSG-Damenpartie. Man weiß, auf was man beim Gegner achten musst und wird sich in der Trainingswoche gut darauf vorbereiten. Vielleicht meldet sich ja noch die ein oder andere Spielerin aus dem Lazarett zurück, was für das TSG-Spiel natürlich wieder größere Optionen bieten würde.

Es spielten: K. Fiala, L. Reupert, S. Blum (5), C. Klevenz (4), H. Schupp, G. Kerner (3), Fr. Rudolph (3), P. Hilgenhaus (2/1), L. Baumgärtner (1), L. Blum, S. Laser, Fr. Kuhn (1), A. Frick (8/6)

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