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TSG Damen stehen sich im Derby gegen die Nussis selbst im Weg und gehen am Ende mit einer 23:32 Schlappe baden!

Fazit von Coach Frank Gerbershagen: „Uns war klar, wollen wir im Derby gegen Nussloch eine Chance haben, dann muss einfach alles passen. Leider konnten wir an die tollen 60 Minuten aus der Vorwoche gegen Rot, vor allem im Deckungsbereich, nicht anknüpfen. Ich bin eigentlich bis in Minute 52 und dem 22:24 aus unserer Sicht noch ganz zufrieden, dass mein Team dann binnen weniger Minuten alles aus der Hand gibt, vor allem WIE, bringt meinen Puls richtig in Wallung. Wir hatten einen Matchplan, aber ab der 52. Minute machten wir genau das, was man gegen Nussloch nicht tun darf: Im Angriff unkonzentrierte Torwürfe und technische Fehler machen und bums läuft die Kontermaschine der Nussis. Das machen die Schützlinge von Gutsche halt dann saustark, und so zogen Sie uns mit 7 Treffern in Folge den Zahn.
Mein Team hat sich in den letzten Minuten einfach ergeben, darüber wird zu reden sein. Vielleicht fehlte am Ende auch die nötige Kraft. Eine Alina Frick mit ihren 12 Toren reicht dann eben halt gegen so eine abgezockte Truppe wie die Nussis einfach nicht aus. Auch wenn wichtige Säulen meiner Stammformation durch Verletzungen nicht einsatzfähig sind, haben die, die auf der Platte standen alle Qualität, und in so einem Derby muss das Feuer brennen bis zum ENDE. Einfach schade für den Aufwand, weil man 52. Minuten eigentlich ein gutes Spiel gemacht hatte. Kurz geärgert, Mund abwischen und nächste Woche steht schon das nächste Spiel in Viernheim, beim nächsten Titelanwärter auf dem Programm. Da erwartet uns keine leichtere Aufgabe. Wir werden die Dinge in der Trainingswoche aufarbeiten und ich erwarte von meiner Mannschaft in Viernheim ein klare Reaktion und Wiedergutmachung.“

Zum Spiel: Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der die Führung ständig wechselte. Ab der Minute 23 kam Nussloch dann etwas besser zum Zuge, weil die TSG einige Chancen im Angriff liegen lies und es hinten im Mittelblock oft Abstimmungsprobleme gab, die Nussloch eiskalt ausnutzte und sich eine 10:8 Führung herausspielte. Bis zur Pause konnten die Gäste diese Führung konstant behaupten. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang den Gastgebern dann aber noch der 12:13 Anschlusstreffer. Alles im Lot, alles noch möglich. In der Pause schwörte Trainer F. Gerbershagen sein Team noch einmal auf den zweiten Durchgang ein, appellierte noch einmal, darauf zu achten, im Angriff konzentriert den Abschluss zu suchen, die Fehlerquote zu minimieren und sofort nach einer misslungen Angriffsaktion den Rückwärtsgang einzuschalten, um den Kontern der Nussis keinen Nährboden zu geben.

Die Partie blieb weiter ausgeglichen. Nussloch legte vor und Wiesloch zog nach. So ging es bis in Minute 52. Minute. Crunchtime im Derby, und wie von allen guten Geistern verlassen, produzierten die Gerbershagen-Schützlinge nun Fehler am Fließband. Wie ein Abriss im Team der Gastgeber. Nussloch hatte nun leichtes Spiel, wartete auf die Fehler des Gegners und ein Konter nach dem anderen lief auf das Wieslocher Tor, gehütet von K. Fiala, die sich oft allein dem Gegner gegenüber sah. 7 Treffer in Folge zum 31:22 erzielten die Nussis, ehe Alina Frick mit ihrem 12. Treffer in Minute 59 das 23:31 erzielte. Am Ende leuchtete dann eine 23:32 Heimniederlage auf der Anzeigetafel, die dann doch etwas zu hoch ausfiel. Gratulation nach Nussloch. Wie schon so oft in den letzten Spielzeiten hieß der Sieger wieder einmal nicht TSG Wiesloch, es wäre durchaus mehr möglich gewesen!

Es spielten: K. Fiala, L. Reupert, S. Blum, J. Flender, C. Klevenz (2), N. Köse (1), H. Schupp (4), G. Kerner (2), P. Hilgenhaus, F. Rudolph, L. Baumgärtner (1), F. Kuhn (1), L. Blum, A. Frick (12/7)

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