Nach einem erfolgreichen Jahresauftakt und sechs ungeschlagenen Spielen in Folge reisten die TSG-Jungs am Sonntagabend zum Auswärtsspiel in den Heidelberger Norden. Das Ziel war klar: Die Serie sollte weiter ausgebaut werden. Auf dem Papier schien die Aufgabe lösbar – traf der Tabellenführer doch auf den Tabellensiebten. Dennoch war allen bewusst, dass es eine schwere Partie werden würde. Zum einen machte der rutschige Hallenboden und der ungeharzte Ball das Spiel schwierig, zum anderen ist die JSG deutlich stärker einzuschätzen, als es der Tabellenstand vermuten lässt.
Von Beginn an entwickelte sich ein temporeiches und offensiv geführtes Spiel, bei dem schnell deutlich wurde, dass die Abwehrarbeit eine entscheidende Rolle spielen würde. Beide Mannschaften drückten aufs Tempo und suchten immer wieder den schnellen Abschluss. In der ersten Halbzeit wechselte die Führung ständig. Die Hausherren waren über die Halbpositionen und den Kreis etwas erfolgreicher, während die Wieslocher – auch bedingt durch den fehlenden Harzeinsatz – einige klare Chancen ungenutzt ließen. Zur Pause stand folgerichtig ein 20:20 auf der Anzeigetafel.
In der Kabine zeigte sich das Trainerteam sichtlich unzufrieden, insbesondere mit der Abwehrleistung, die zu viele einfache Gegentore zugelassen hatte. Für die zweite Halbzeit stellte die TSG einige Positionen um, hielt aber an der 5:1-Deckung fest – nun jedoch mit deutlich besserer Abstimmung und Kommunikation.
Ab der 26. Minute übernahmen die Wieslocher die Führung, doch Heidelberg blieb hartnäckig und konnte immer wieder ausgleichen. Entscheidend war jedoch die nun deutlich stabilere Abwehrarbeit der TSG-Jungs. Der Zusammenhalt und die Stimmung auf dem Feld waren spürbar besser als noch im ersten Durchgang. Mit zunehmender Spielzeit steigerte sich die Mannschaft weiter.
In der 41. Minute folgte schließlich der entscheidende Lauf: Von 35:34 setzte sich die B1 auf 41:34 ab. Vorne kam die TSG nun zu leichten Treffern, hinten verhinderten eine kompakte Defensive und starke Paraden der Torhüter weitere Gegentore. Damit war die Partie entschieden.
Am Ende stand ein hart umkämpfter, aber verdienter 44:37-Auswärtssieg, bei dem sich die individuelle Qualität und die geschlossene Mannschaftsleistung durchsetzten. Ein großes Kompliment geht jedoch auch an den Gegner, der den Wieslochern alles abverlangte und so für ein intensives und sehenswertes Spiel sorgte. Mit der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit kann die TSG sehr zufrieden sein – dennoch bleiben einige Baustellen aus der ersten Hälfte, an denen weiter intensiv gearbeitet werden soll.
Für die TSG spielten: Tyler Gerspach (Tor), Johannes Kreß (1), Finn Rensch (8), Felix Kraus (3), Christian Grodde (6), Oscar Rieger (6), Paul Tieg (5), Lennart Vitzthum (1), Mads Gaida, Milan Rensch (14).
Ausblick: Nach dem zehnten Saisonsieg steht nun eine dreiwöchige Pause an. Danach wartet das Spitzenspiel: Am Donnerstag, den 26. Februar, empfängt die TSG Wiesloch um 18:30 Uhr den Tabellenzweiten SG Edingen-Friedrichsfeld-Seckenheim. Aus dem Hinspiel ist noch eine offene Rechnung zu begleichen – die bislang einzige, aus Wieslocher Sicht unverdiente Niederlage der Saison soll vor heimischer Kulisse wettgemacht werden.